Gegen Ende des zweiten Lebensjahres (21. Bis 24. Lebensmonat) ist die siebte Früherkennungsuntersuchung vorgesehen. Dabei erkundigt sich der Arzt danach, ob ihr Kind krank war, ob es Schwierigkeiten beim Essen, Trinken oder der Verdauung gibt, ob es Krampfanfälle hatte, ob Infektionen eingetreten sind, ob es unter Schlafstörungen leidet und ob seine Sprechentwicklung altersgemäß verläuft. Darüber hinaus begutachtet der Arzt den Gesamteindruck und Entwicklungsstand (Größe, Gewicht, Körperproportionen), die Zahnentwicklung, Haut, Brustorgane Hals, Herz, Lunge), Bauch- und Geschlechtsorgane, Skelettsystem, Sinnesorgane und Motorik (freies Gehen, Greifen mit Daumen und Zeigefingerspitzen, Bewegungsunruhe usw.) sowie das allgemeine Verhalten (psychische Entwicklung). Von der Krankenkasse haben sie das “Untersuchungsheft für Kinder”, indem die einzelnen Untersuchungen aufgeführt sind. Die Früherkennungsuntersuchungen werden von den Krankenkassen bezahlt. Lassen Sie sie unbedingt an ihrem Kind durchführen. Der Arzt benötigt dazu das Untersuchungsheft, den Internationalen Impfpass des Kindes und die Versichertenkarte ihres Kindes. Im zwölften bis 15. Lebensmonat werden für alle Kinder die folgenden Impfungen empfohlen.
Diphtherie - Keuchhusten - Tetanus
Hib (Haemophilus influenzae Typ b)
Poliomyelitis
Hepatitis B
Masern, Mumps und Röteln
Abweichungen sind unter Umständen möglich, gelegentlich sogar notwendig. Der vollständige Impfschutz ist erst erreicht, wenn die vom Hersteller vorgesehene Anzahl von Terminen eingehalten wurde.
Um die Zahl der Injektionen möglichst gering zu halten, sollten vorzugsweise Kombinationsimpfstoffe verwendet werden; einige sind bereits verfügbar, andere in Entwicklung. Werden Kombinationsimpfstoffe verwendet, sind die Aufgaben des Herstellers zu den Impfabständen zu beachten. Fehlende Impfungen können in aller Regel nachgeholt werden - deshalb sollte dem Arzt jeweils auch zur Kontrolle der Impfpass vorgelegt werden.
Folgende Vorraussetzungen für die Impfung sind:
Das Kind muss völlig gesund sein.
Auch wenn zum geplanten Impftermin ein Familienmitglied krank ist oder ihr Kind inzwischen krank war, sollten sie das dem Arzt sagen. Er wird dann entscheiden, ob der Impftermin verschoben werden muss.
Als Impfreaktion kann sich bei der Mehrfachimpfung die Einstichstelle etwas entzünden und anschwellen. Bei einer Fieberreaktion muss der Kinderarzt aufgesucht werden.
WICHTIGE TIPPS :
Erzählen sie ihrem Kind vor einer Impfung mit einer Spritze nicht, dass es gar nichts spüren wird. Sagen sie ihm ruhig, dass es einen kleinen Schmerz erdulden muss, der so ähnlich ist wie das Kneifen mit Fingernägeln.
Nehmen sie möglichst das Lieblingsspielzeug des Kindes zum Impftermin mit und trösten sie es, wenn es Angst bekommt.
Gehen sie möglichst zu einem Arzt, den ihr Kind bereits kennt.
Lassen sie ich einen Termin geben, denn die lange Zeit im Wartezimmer ist eine Belastung sowohl für Kind als auch für sie.