Im zweiten Lebensjahr sollte ihr Kind zwei- bis viermal pro Woche gebadet werden und zwar am besten Abends. Aber wenn es einmal mittags schon völlig verschmutzt vom Buddel- und Manschvergnügen nach Hause kommt, darf es natürlich auch gleich in die Wanne. Lassen sie es nie allein im Badewasser, legen sie sich daher vor dem Waschen alle notwendigen Gegenstände bereit. Nehmen sie sich auch genügend Zeit, denn das Baden soll ein Vergnügen sein, das ihr Kind jederzeit gerne mitmacht. Dazu gehört auch, dass es Schwimmtiere mit in die Wanne nehmen darf und dass das Wasser eventuell durch ein geeigneten Badezusatz in ein Schaumbad verwandelt wird. Waschen sie von oben nach unten, Kopf, Hals, Oberkörper, Arme, Unterkörper und Geschlechtsteile, Beine und Füße. Bei Mädchen werden die Geschlechtsteile immer von vorn nach hinten gewaschen und nach dem Bad mit einem öligen Wattebausch gereinigt. Bevor es aus der Wanne kommt, duschen sie ihrem Kind die Seifenreste mit klarem Wasser ab, das ruhig einige Grad kälter als das zwischen 33 und 37 Grad warme Badewasser sein darf. Wenn sie einen ölhaltigen pflegenden Badezusatz benutzen, können sie auf dieses letzte Duschen verzichten. Anschließend rubbeln sie das Kind kräftig ab. Trocknen sie die Hautfalten besonders gut ab, damit hier keine Wundstellen entstehen. Nach dem Abtrocknen reiben sie den ganzen Körper mit einer Hautmilch ein, falls sie keinen ölhaltigen Badezusatz verwendet haben. Manche Kinder trinken Badewasser lieber als eine Tasse Schokolade. Lenken sie in diesem Fall ihr Kind durch Spielanregungen während des ganzen Badens mit Schiffchen, Ente usw. ab und verwenden sie keinen Badezusatz mehr, bis ihr Kind diese Vorliebe aufgibt. Morgens können sie sich mit einer kleinen “Katzenwäsche” begnügen. Das Gesicht und der Hals werden mit dem Gesichtswaschlappen gesäubert, der After und die Geschlechtsteile mit einem anderem Lappen. Waschen sie die Hände ihres Kindes (wie vor jeder Mahlzeit) und reinigen sie die Fingernägel mit einer weichen Bürste.
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Für die tägliche Pflege ihres Kindes sollten sie im Badezimmer folgende Artikel bereitliegen haben:
Eine kleine Handbürste
Seife (möglichst rückfettend)
Eine ärztlich empfohlene Kinderzahnbürste Kinderzahnpasta mit Fluor, die gut schmeckt Einen unzerbrechlichen Kinderzahnputzbecher Zwei Waschlappen (Gesichtswaschlappen und Körperwaschlappen) Zwei Handtücher Eine Kindernagelschere Eine Haarbürste mit weichen Borsten Kindershampoo Kinderöl Hautmilch Fettcreme im Winter gegen Kälte, Sonnencreme im Sommer
Beim Kämmen kann die zarte Kopfhaut leicht gereizt werden. Daher sollten sie eine weiche Bürste zur Haarpflege benutzen. Waschen sie die Haare ihres Kindes ein- bis zweimal in der Woche mit einem sehr milden Waschmittel, welches nicht in den Augen brennt. Kurze Haare brauchen sie anschließend nur abzufrottieren. Lange Haare können entweder an der Sonne trocknen oder kurz geföhnt werden. Aber auf gar keinen Fall darf ihr Kind zu lange mit nassen Haaren herumlaufen, da sonst der Kopf unterkühlt wird. Halten sie die Fingernägel ihres Kindes immer kurz, damit sich möglichst wenig Schmutz darunter ansammelt und es sich nicht zerkratzen kann. Fingernägel werden am besten rund geschnitten, die Zehennägel fast gerade. Achten sie bei der Schneiderprozedur darauf, dass sie ihr Kind bei einer plötzlichen Bewegung nicht verletzen. Die Nagelhäute dürfen nur zurückgeschoben, aber nicht geschnitten werden. Reinigen sie beim abendlichen Bad täglich Fuß- und Fingernägel mit einer Bürste. Die Zahnpflege macht ihrem Kind sicher Spaß, wenn es sie selbst schon öfter beim Zähneputzen beobachten konnte. Kaufen sie ihm einen Becher mit einem lustigen Bild und zeigen sie ihm, wie es die Zähne selber putzen kann. Zuerst werden sie gründlich senkrecht gebürstet und dann waagerecht. Auch die Innenseite und die schmale Kaufläche müssen gereinigt werden. Zeigen sie ihrem Kind die Wichtigkeit der Zahnpflege, indem sie täglich einmal selbst die Zähne ihres Kindes vorsichtig bürsten. Nur so können sie sicher sein, dass alle Beläge entfernt sind und ihr Kind lernt von Anfang an das Zähneputzen als unumgänglichen Pflegeprozess kennen. Die Pflege der Milchzähne ist übrigens ebenso wichtig wie später die Pflege der bleibenden Zähne, denn auch sie können von Karies befallen werden und dann große Schmerzen verursachen. Wenn sie schadhaft sind, müssen sie plombiert werden. Die Karies geht sonst möglicherweise auch später auf die bleibenden Zähne über. Eine gute Hilfe zur Gesunderhaltung der Zähne ist festes Schwarzbrot mit harter Rinde. Es muss gründlich gekaut werden und das regt den reinigenden Speichelfluss an.